Trompetenstoss

Auf einer Burgzinne wird eine Trompete sichtbar und bläst. So gesehen von Ria Wehrli am 14. August 2012 im Gebet.

Mose liess zwei silberne Trompeten anfertigen. Das Volk wurde mit langen Stössen aus beiden Trompeten zur Versammlung oder zum Aufbruch gerufen. Wenn die Leiterschaft gerufen wurde, war es eine Trompete, ganz kurz. Leiter mussten besser zuhören und aufpassen.

Im Mittelalter wurden Trompeten geblasen, wenn ein Feind anrückte oder wenn der Burgherr zurückkam. Zeit sich vorzubereiten.

Ganz nah

Gib mir wirklich Dein Herz. Gib mir Deine Ohren. Gib mir Deinen Mund. Gib mir Deine Hände. Gib mir Deine Füsse. Denn wo ich Dich hinsenden möchte, musst Du ganz sicher sein, wo ich Dich sprechen lassen möchte, musst Du ganz richtig hören. Wo Du etwas ausführen musst,  musst Du sicher sein, was zu tun ist. Darum bitte ich Dich, höre. Hör mir gut zu. Lauf mit mir ganz eng. Lauf mit mir ganz eng. Lass mich nicht aus den Augen, sondern frage immer wieder nach meinem Willen. „Herr, was ist dran? Was willst Du, das ich tue?“ Bevor Du den nächsten Schritt tust, bevor Du das Wort herausgibst. Denn was ich für Dich habe, ist so kraftvoll, aber Du musst sicher sein, musst wissen, musst sicher sein, was Du sagst, was Du rausgibst. Du musst so sicher sein, wo ich Dich hinführe, musst einfach Gewissheit haben. Denn in meiner Gewissheit kannst Du auch gehen. Und in meiner Gewissheit wirst Du Dinge ausführen. In meiner Gewissheit wirst Du Worte reden, die andere so tief, sehr tief berühren, dass sie heil werden können. Darum braucht es diese Enge, enge Schritte mit mir. Darum braucht es diese Gewissheit und Nähe von mir, damit Du ausführen kannst, was in meinem Herzen ist, in meinem Mund ist, in meinem Händen ist, in meinen Füssen ist. Lauf ganz eng mit mir. Denn Du bist wertvoll, Du bist kostbar, und in dieser Kostbarkeit wirst Du Dinge tun, über die Du staunen wirst. Lauf in dieser Enge mit mir. Lauf ganz nah an meinem Herzen. Lauf ganz nah.
(Ria Wehrli, Mai 2010)